Donnerstag, 27. November 2008

Von Hervey Bay nach Brisbane

neue fotos in den alben "von hervey bay nach brisbane" und "brisbane"!

nachdem wir von fraser island zurueck gekommen sind, haben wir noch einen tag in hervey bay verbracht. da das wetter nicht besonders gut und hervey bay nicht besonders schoen war, fiel uns der abschied leicht. also weiter nach sueden!

zuerst gings fuer einen mehrstuendigen spaziergang nach maryborough, der geburtstadt der mary poppins (kennt man vielleicht aus dem disney film) autorin P. L. Travers. ein sehr altes, schoenes, kleines staedtchen.

abends fuhren wir dann nach tin can bay, ein kleines fischerdorf, wo wir am naechsten morgen wildlebende delfine angucken und fuettern wollten. wir hoerten, dass es umsonst und "ganz nett" sein sollte, aber meistens sei sehr, sehr viel los und nur wenige leute duerften die delfine fuettern.

als wir dann am naechsten morgen zum hafen kamen, waren schon einige andere touristen da (etwa 40). zu unserem erstaunen wurden es auch nicht wirklich mehr. so standen wir bis zu den oberschenkeln im wasser und konnten den delfin, der auch schon angekommen war, aus naechster naehe betrachten. an diesem tag war nur einer zur fuetterung gekommen, manchmal kommen bis zu 3.

es ist eigentlich nicht ueblich, dass sich delfine von menschen fuettern lassen. aber vor 45 jahren wurde ein verletzter delfin in den hafen von tin can bay gespuelt und von fischern, die ihn gefunden haben, wieder aufgepeppelt. da delfine ein gutes erinnerungsvermoegen haben, kam der delfin, auch nachdem er komplett geheilt war und eigentlich wieder im offenen meer lebte, taeglich zurueck, um sein "fruehstueck" von den fischern zu bekommen.

spaeter brachte er auch sein kind und seine enkel mit. die geben das irgendwie als eine art geheimtipp innerhalb der familie weiter. und nun bietet der ort tin can bay gratis delfin fuetterungen an. da wir glueck hatten und nicht besonders viele leute da waren, konnten wir ihn zweimal fuettern. sonst duerfen das immer nur wenige auserwaehlte!

nach ca. 1 stunde ist der delfin (pappsatt) dann wieder zurueck in den ozean geschwommen.

danach sind wir weiter nach noosa. noosa ist das noerdliche ende der sunshine coast. die erstreckt sich von noosa bis caloundra und hat einige schoene badestraende und v. a. surferstraende zu bieten. hier konnten wir zum ersten mal richtig viele surfer sehen. denn erst ab town of 1770 und dann in richtung sueden ist baden und surfen im meer fast komplett gefahrenfrei. weiter noerdlich sind zu viele (toedliche) quallen, krokodile, usw. im wasser.

noosa selbst ist ziemlich schoen, aber eher fuer die australische schickeria gedacht. sehr teuer und wir konnten keinen campingplatz mit zentraler lage finden, deshalb sind wir nach einem tag wieder los.
eigentlich ist seit noosa alles etwas anders als es im norden war. die orte werden schicker, die leute sind meist sehr teuer gekleidet und v. a. an den autos merkt man, dass man jetzt in einer der beliebtesten regionen (sunshine coast, brisbane, gold coast) australiens ist:
im norden hat man kaum deutsche autos gesehen. vielleicht mal nen golf oder alten benz. aber hier sieht man nagelneue mercedes, bmw, audi,.... darin braungebrannte zuhaeltertypen mit ihren operierten pueppchen auf dem beifahrersitz. ...zum anschauen ganz lustig!

naechster stopp: mooloolaba

dort war's wunderschoen! top strand, top esplanade, riesen shopping center und und und...

dort haben wir dann auch anna's geburtstag gefeiert (an dieser stelle nochmal vielen dank an alle fuer die lieben geburtstagsgruesse aus der heimat)! an ihrem geburtstag gingen wir zum ersten mal "auswaerts" essen. nachdem wir die letzten wochen immer nur in unserem campervan gegessen hatten, war's richtiger luxus in einem restaurant mit meerblick zu fruehstuecken. abends gingen wir dann, weil's so schoen war, gleich nochmal essen und anschliessend ins kino, um den neuen james bond zu sehen. ausserdem hat sich anna auch noch einen bikini gegoennt. alles in allem ein super tag, der sich aber aufgrund sparmassnahmen so schnell nicht wieder wiederholen laesst.

auf der esplanade in mooloolaba gab's uebrigens auch nen starbucks, welcher anna magisch angezogen hat und mit ihrem geburtstagsgeld konnte sie sich dort auch den ein oder anderen kaffee leisten.


nach 5 tagen mooloolaba machten wir uns auf nach brisbane, die hauptstadt queenslands mit ca. 1,8 mio einwohner. dort sind wir jetzt seit 3 tagen und das beste ist, wir leben hier bei einem einheimischen ehepaar (ca. 70 jahre alt), die wir vor einigen wochen auf nem campingplatz in den atherton tablelands kennengelernt haben. die haben uns damals gleich zu sich eingeladen und jetzt koennen wir bei denen solange bleiben wie wir wollen. wir schlafen zwar in unserem auto, koennen aber bad, kueche, fernseher, usw. mitbenutzen. die wuerden sogar fuer uns kochen, aber das haben wir abgelehnt. das ist purer luxus, nach mehreren wochen auf mehr oder weniger schoenen campingplaetzen mit teilweise ziemlich versifften duschen und toiletten.

brisbane gefaellt uns bisher sehr, sehr gut. wir werden noch bis naechste woche dienstag auf erkundunstour in brisbane und umgebung gehen und am mittwoch geht's dann auf nach fiji!


dann noch 2 kleine infos:

benzin kostet derzeit nur umgerechnet ca. 48 eurocent pro liter. sinkt wahrscheinlich noch etwas mehr. keine ahnung warum, aber uns freut's. soll aber in einingen wochen wieder steigen.

mittlerweile sind wir gut 4000 km entlang der ostkueste gefahren und hatten bisher (gott sei dank) weder irgendwelche pannen, noch unfaelle oder dergleichen.

Dienstag, 18. November 2008

Schildkroeten und wilde Natur

hallo deutschland :-)

neue bilder in den alben "von airlie beach nach bundaberg" und "von bundaberg nach hervey bay"!

dieses mal gibt es wieder sehr sehr viel zu schreiben. fangen wir mal von vorne an:

zuerst etwas was fuer viele unwichtig erscheinen mag, aber fuer anna war's ein "highlight". wir haben einen aldi supermarkt in bundaberg gefunden und anna hat sich gleich reichlich mit deutschem (gibts sonst nirgends) weihnachtsgebaeck eingedeckt. deutsche suessigkeiten findet man hier sonst eher selten und wenn dann sehr teuer. bei aldi war's in etwa der selbe preis wie in deutschland.
nachdem wir bundaberg verlassen haben, sind wir ins nahe gelegene mon repos zur "schildkroeten safari" gefahren. mon repos ist eigentlich nur ein strand, ein camping platz und ein schildkroetenforschungszentrum. der strand dort ist zwar nur 1,5 km lang, aber hier nisten jedes jahr die meisten wasserschilkroeten in der suedlichen hemisphaere. wir sind abends um 7 uhr, als es schon stockdunkel war, von unserem camping platz zum forschungszentrum gelaufen, wo wir mit massig schildkroeteninfos in form von bildern, vortraegen und filmen bombadiert wurden. nennt uns ab heute schildkroetenexperten!
eigentlich ganz interessant, aber wir wollten ja echte schildkroeten sehen!!!
die touren laufen eigentlich wie folgt ab: die besucher kommen an, bekommen infos und muessen dann warten, bis die forscher (ranger) am strand schildkroeten sichten, die gerade aus dem wasser kommen. falls eine entdeckt wird, melden es die ranger an das zentrum und die besucher gehen in gruppen zum strand, um die schildkroeten beim eierlegen, eier einbuddeln und wieder zurueck ins wasser verschwinden zu beobachten.
leider wurde uns gesagt, dass in die schildkroetensaison erst ein paar tage zuvor begonnen hat und alle besucher in den ersten tagen der saison bisher umsonst gekommen sind, also keine schildkroeten gesehen haben. das stimmte uns nicht gerade zuversichtlich und ausserdem wurde uns gesagt, dass die leute bis um 12 in der nacht gewartet haben. da sie bis dahin immer noch keine "turtles" gesehen haben, wurde die tour erfolglos beendet.
aber nicht so bei uns! nach den vortraegen, filmen, usw. kam sofort die nachricht: turtle gesichtet!
in fast voelliger dunkelheit gefuehrt von einem der ranger, der als einziger eine taschenlampe benutzen durfte, weil licht die schildkroeten irritiert, ging's an den strand. dort sah man zuerst gar nichts. dann durften jeweils kleine gruppen die schildkroete kurz dabei beobachten, wie sie ihr nest ausgegraben hat. als sie damit fertig war und mit dem eierlegen begann, durften alle zur schildkroete. war echt ein riesen ding (ca. 1,2 m lang). waehrend dem legen ist die schildkroete in einer art ruhezustand und lies sich deshalb auch von den ganzen besuchern nicht stoeren. fotografieren war nur fuer 5 minuten erlaubt und leider nicht waehrend dem legen, deshalb haben wir auch nicht so viele fotos. aber eine echte schilkroete beim eierlegen, nest aus- und zubuddeln und wieder ins meer verschwinden zu sehen (alles zusammen ca. 1 stunde) war echt ein super erlebnis!!!

am naechsten tag ging's nach hervey bay. leider war dort die walsaison (april bis anfang november) schon zu ende. hervey bay ist der einzige ort in australien, wo wale sich fuer laengere zeit direkt an der kueste aufhalten und die tourunternehmen garantieren sogar dafuer, dass man welche sieht, ansonsten gibt's das geld zurueck.
naja, auch nicht schlimm. denn von hervey bay aus wollten wir einen trip machen, auf den wir uns mit am meisten gefreut haben. eine 3-tages-tour nach fraser island.
fraser island besteht komplett aus sand. angeblich ist es mehr sand als in der ganzen sahara wueste. eigentlich glaubten wir, dass auf einer sandinsel nicht viel wachsen wuerde. aber die insel ist total dicht mit regenwald bewachsen und mehr gruen, als sandfarben.
um ueberhaupt auf die insel zu kommen, muss man sich erst ein fahrzeug mit allradantrieb mieten (wir hatten nen uralten land rover mit 280.000 km), da alle strassen nur aus sand bestehen und man mit nem normalen auto gar keine erlaubnis bekommt! die australische regierung moechte die insel so naturbelassen wie moeglich halten, deshalb wurde sie zum streng geschuetzten nationalpark erklaert.
die insel ist der absolute wahnsinn!!! riesen straende (allerdings mit vielen haien - also keine badestraende), die schoensten seen der welt und vieles mehr.
uebernachtet haben wir in zelten, die wir auf ausgewiesenen zeltplaetzen mitten im regenwald aufgestellt haben. nachts etwas gruselig, da wir fast kein licht hatten, tausende tiergeraeusche zu hoeren waren und der boden meistens mit froeschen, spinnen, eidechsen und waranen bedeckt waren.
tagsueber war's dafuer umso schoener. zuerst haben wir eli creek besucht. ein wunderschoener, glasklarer fluss mit weissem sand. danach gings zum maheno wreck, ein schiffswrack, zu den champagne pools (kleine poolartige fellsgebilde direkt am meer - die einzige stelle wo man auf fraser island im meer baden darf, weil ueber die felsen keine haie oder rochen kommen) und zu mehreren seen, darunter lake wabby und lake mckenzie. lake wabby liegt direkt an einer riesigen sandduene, die jahr fuer jahr 3 meter in richtung see wandert und diesen langsam verschwinden laesst. lake mckenzie ist der angeblich schoenste see der welt. obwohl es etwas geregnet hat, als wir dort waren, hatten wir den selben eindruck. ein ca. 1 km langer weisser sandstrand und das wasser sah aus wie an den whitsunday islands, wo wir vor ein paar wochen waren. kristallklares wasser, dass vom strand aus gesehen tuerkis-blau schimmert, und richig warm ist.
der gesamte trip auf fraser island, den wir uebrigens wieder mit amanda und daryl (dem englischen paar) zusammen unternommen haben, war mit das beste was wir bisher in australien erlebt haben! ein richtiges abenteuer, da die meisten strassen wirklich nur aus schlagloechern und tiefem sand bestanden und wir die naechte in absolut wilder natur verbracht haben. ist auch nicht ganz ungefaehrlich, da auf der insel dingos leben, die in den letzten jahren auch menschen angegriffen und 2 mal sogar kleinkinder getoetet haben.
aber wir haben ueberlebt!

heute haben wir hervey bay verlassen und machen uns weiter auf den weg richtung sueden. naechster laengerer stop ist dann noosa. vorher haben wir aber noch vor delfine in tin can bay zu sehen!

...ach uebrigens, jetzt wissen wir wofuer wir das in port douglas verdiente geld verwenden.
am 3. dezember fliegen wir fuer 7 tage auf die fiji-inseln :-)

Montag, 10. November 2008

Von Airlie Beach nach Bundaberg


nein, nein, nein!!! wir haben zwar lange nichts von uns hoeren lassen und waren lange weder per mail, noch per handy erreichbar, aber wir wurden nicht gekidnappt, verschleppt, hatten auch keinen verkehrsunfall und keine beziehungskrise.
uns geht es gut :-)

es sind neue bilder im album airlie beach und natuerlich im neuen album von airlie beach nach bundaberg!

nachdem wir airlie beach nach einer tollen zeit verlassen haben, haben wir uns auf den weg ins landesinnere richtung eungella national park gemacht. die gegend drumherum ist zwar nicht besonders dicht besiedelt, aber die landschaft und natur waren wieder mal wunderschoen. nach einem langen tag mit viel wandern, vergeblich drauf warten (2 stunden) schnabeltiere zu sichten und schoene ausblicke geniessen, machten wir uns abends auf die suche nach einer bleibe fuer die nacht. nachdem wir den einzigen "campingplatz" (verrottete huetten mitten im regenwald- auch bushcamp genannt) in der gegend aus hygienischen und ueberlebenstechnischen gruenden abgelehnt haben, fragten wir im naechsten ort nach einer uebernachtungsmoeglichkeit. gott sei dank stellt die oertliche gemeinde finch hatton (ein paar hundert einwohner) ihre sportanlage campern zur verfuegung. fuer nur 5 euro konnten wir dort uebernachten und hatten auf den ERSTEN blick sogar ganz ordentliche duschen und toiletten. leider nur auf den ersten...
als es dunkel wurde, fand sich so allerlei getier in den waschraeumen ein. kleine kaefer, daumengrosse kaefer, knallgruene froesche und sogar eine schlange, die sich anscheinend kurz vor unserer ankunft im damenklo gehaeutet hat. zumindest liess eine ziemlich grosse schlangenhaut die in einer der damen toiletten lag darauf schliessen.
die nacht an sich war etwas unheimlich, da nichts belaeuchtet war. ausserdem war die sportanlage etwas ausserhalb des ortes und fast so gross wie ganz hollenbach. aber wir haben ueberlebt!

am naechsten tag sind wir noch in den nicht weit entfernten national park finch hatton gorge gefahren, um ein bad im kuehlen regenwaldfluss zu nehmen und um im regenwald zu wandern.
danach gings weiter nach yeppoon. um dorthin zu kommen mussten wir 400 km hinter uns lassen, auf denen sich nur 2 groessere staedte (mackay und rockhampton) befanden. alles andere ist nicht nennenswert oder hat gar keinen namen.
yeppoon war eigentlich auch nichts besonderes. es liegt zwar direkt am meer, aber hat keinen richtigen badestrand und auch sonst keine attraktionen. das einzig sehenswerte waren tausende von fledermaeusen, die bei anbruch der dunkelheit direkt ueber unseren campingplatz flogen. bis die letzte fledermaus ueber unseren campingplatz hinweg war ist ca. ne halbe stunde vergangen.
aber wie gesagt, sonst gab es nichts nennenswertes und deshalb sind wir nach 2 naechten auch wieder weiter nach town of 1770. klingt komisch, heisst aber wirklich so. ist nach dem jahr benannt in dem captain cook dort angekommen ist.
eigentlich ein richtiges kaff mit etwa 200 einwohnern, hat aber einiges zu bieten.
den ersten tag haben wir am strand verbracht, der direkt an unseren campingplatz angrenzte. das wasser war kristallklar und eine ziemlich grosse sandbank, in etwa 100 m entfernung, war direkt vorgelagert. wieder mal ein super beachtag!
der eigentliche grund, warum wir in dieses entlegene, kleine dorf gekommen sind, war eine chopper (schauen aus wie kleine harley davidsons) tour im nachbarort agnes water. an unserem zweiten tag in 1770 haben wir dann fuer 25 euro pro person fuer knapp 3 stunden diese tour gemacht.
mit etwa 50 leuten (jeder auf seinem eigenen kleinen motorrad) und mit einer hoechstgeschwindigkeit von 80 km/h gings uebers land, wobei wir u. a. auch wieder kaengurus gesehen haben. etwas komisch fuer uns ordnungsliebende deutsche war dabei, dass man fuer diese tour weder einen fuehrerschein oder sonstige faehigkeiten mitbringen musste. der tourfuehrer fragte nur, ob alle schon mal ein fahrrad gefahren haben, denn mit der balance sei es das selbe. als er gefragt hat, ob jemand noch nie auto gefahren sei (wegen verkehrsregeln), hat sich zwar ein englisches maedchen gemeldet, reagiert hat er aber darauf nicht weiter...
fuer uns war's auf jeden fall ein riesen spass auf mini-choppers durch die australische landschaft zu fahren.
am naechsten morgen beschlossen wir spontan an einem surfkurs in agnes water (australiens noerdlichster surfstrand) fuer nur 11 euro teilzunehmen. leider nur ich (anna). franz musste wegen seinem operierten (sulz-)knie leider zuschauen. als wir an der surfschule angekommen sind, warteten schon ein paar typisch australische surfer, von denen wir erwarteten surflehrer zu sein. diese schickten aber alle kursteilnehmer an den strand, wo der eigentliche surflehrer auf uns wartete: 65 jahre alt, klein, sehr, sehr dick, tarnfarbenmuster auf seinem "surferanzug" und eine art imkermuetze.

nach 1 stunde theoretischem unterricht und trockenuebungen an land, gings endlich los ins wasser. nach einigen missglueckten versuchen auf dem brett zu stehen, gelang es mir endlich mal mich wie eine richtige surferin zu fuehlen. ich bin auf einer welle geritten :-) leider auch nur einmal....ist naemlich gar nicht so einfach bei voller fahrt auf dem brett aufzustehen! doch ich wollte das surfbrett gar nicht mehr hergeben. es machte so viel spass, dass ich mir sicher noch oefter ein surfbrett ausleihen werde, um fleissig zu ueben. nach knapp 3 stunden war der surfunterricht leider vorbei und fuer uns ging es weiter richtung sueden.
naechster stop: bundaberg.

heute sind wir den zweiten tag in bundaberg. eigentlich eine ganz schoene stadt mit vielen geschaeften, shopping centern und alten haeusern im viktorianischen stil. aber morgen brechen wir schon wieder auf und nehmen an einer schildkroetenbeobachtungstour teil. dort werden wir hoffentlich bei nacht wasserschilkroeten sehen die an land ihre eier legen.

genaueres schreiben wir wieder in einigen tagen.

cheers!

Freitag, 31. Oktober 2008

Whitsunday Islands


neue fotos im album airlie beach & whitsunday islands!

wir sind jetzt seit ca. 2 stunden von unserem trip zu den whitsunday islands zurueck und uns ist beiden noch ganz "schwummrig". irgendwie bewegt sich immer noch der boden unter unseren fuessen, wie die letzten beiden tage auf dem boot.

die whitsundays sind eine inselgruppe mit 74 einzelnen koralleninseln am suedlichen ende des great barrier reefs.

wir sind am mittwoch um 12.15 uhr mit unserem boot "powerplay" gestartet. wir sind zuerst zu einem spitzen schnorchel- und tauchspot geschippert. auf dem hinweg sind wir auf dem sonnendeck gelegen und haben uns nach einem kleinen snack die sonne auf den bauch scheinen lassen.
beim ersten stopp haben wir gleich die unglaubliche vielfalt der unterwasserwelt mit korallen, fischen und schildkroeten sehen koennen. war sogar besser als bei unserem trip zum great barrier reef von cairns aus.
am ende des tages gab's dann ein super abendessen. endlich mal abwechslung zu nudeln, reis und ruehreiern!!!
am naechsten morgen ging's um 6 uhr gleich weiter zur naechsten schnorchelbucht. nach einem grossen fruehstueck, sind wir zu einer anderen insel gefahren und konnten auch dort nochmal ausgiebig schnorcheln.
danach gab's ein leckeres mittagessen, sonnenbaden auf dem sonnendeck und einfach nur faul auf dem boot liegen. wobei es nicht fuer alle so ganz angenehm war... anna musste leider erneut feststellen, dass sie nicht ganz seetauglich ist.
nach ca. 2 stunden bootsfahrt sind wir am schoensten und bekanntesten teil der whitsundays angekommen: dem whitehaven beach!
als wir diesen paradiesaehnlichen teil der erde erreichten, konnte auch anna ihre uebelkeit schnell vergessen.
schneeweisser sand, kristallklares, tuerkises wasser so weit das auge reicht!!!
ausser den leuten von unserem boot war nur noch eine weitere reisegruppe vor ort. somit konnten wir absolute ruhe an diesem strand geniessen.
nach 3 stunden unglaeubigem staunen und unzaehligen fotos, mussten wir den whitehaven beach wieder verlassen.
als staerkung - braucht man ja auch, wenn man so anstrengende tage hinter sich bringt wie wir ;-) - gab's mit kaese ueberbackene nachos mit sourcreme und paprikadip.
abends wurde dann koeniglich gespeist (wobei anna den schokokuchen, den es zur nachspeise gegeben hat, fast alleine verspeist hat) und danach bei immer noch angenehmen 25 grad im freien gechillt. war eine super truppe auf unserem boot! ne deutsche, ne australierin, ne tschechin, 13 englaender und wir.
heute sind wir um 6 uhr nochmals zum schnorcheln gefahren, wobei es heute, nach 2 wunderschoenen, sonnigen tagen, immer mal wieder geregnet hat. nach dem schnorcheln gab's nochmal fruehstueck und dann sind wir zurueck nach airlie beach.
jetzt verbringen wir auf jeden fall nochmal 3 naechte in airlie beach, auf dem selben camping platz wie vor unserem trip, und dann schau ma moi!

cheers

Sonntag, 26. Oktober 2008

Von Port Douglas nach Airlie Beach

neuigkeiten aus oz!

neue fotos sind online!

nach einer ewigkeit haben wir endlich port douglas verlassen und uns wieder auf die reise gemacht.
unser erster stop waren die atherton tablelands (auch cairns highlands) genannt. die landschaft dort ist eine mischung aus cornwall und voralpenland. viele huegel und berge, viel gruene wiesen, wasserfaelle, doch zwischendrin mal wieder ein paar palmen. wirklich herrlich! unsere erste station war lake tinaroo, danach lake eacham, in dem wir nach einem 3 km regenwald spaziergang ein erfrischendes bad im see genommen haben- mit schildkroeten :) uebernachtet haben wir in malanda, einem einsamen, kleinen ort. der campingplatz war ziemlich schaebig, aber fuer eine nacht ok. wir haben ja unser fahrendes haus immer dabei. das einzige was etwas unheimlich war, waren aboriginies, die auf dem campingplatz gewohnt haben und die selben toiletten und duschen benutzt haben wie wir. die aboriginies sehen ziemlich wuest aus und sind dauernd besoffen. nachts wollten wir keinem begegnen.
nach dieser nacht haben wir uns am fruehen morgen auf den weg gemacht, um die wasserfaelle anzusehen, fuer die die tablelands bekannt sind. am ersten wasserfall haben wir wieder ein kurzes (sehr kaltes) bad genommen. auf dem weg aus den tablelands richtung kueste haben wir den 'paronella park' besucht. dieser park wurde von einem spanier namens jose paronella erbaut, der 1914, im alter von 14 jahren, aus spanien nach australien kam und dort seine karriere als arbeiter auf einer zuckerrohrfarm begann. nachdem er nach einigen jahren genug geld mit kaufen, aufbauen und verkaufen von zuckerrohrfarmen verdient hatte, wollte er sich seinen lebenstraum- ein traumschloss mit grossem park zu bauen- erfuellen. 1933 begann er im tiefsten regenwald diesen park zu errichten. leider ist er frueh verstorben, weshalb der park ziemlich verwildert ist und heute nur noch fuer besucher zugaenglich ist. besonders erstaunlich ist, dass er in seinem park (1933!!) tennis- und picknickplaetze fuer die oeffentlichkeit errichtet und den ersten hydrostromgenerator australiens erbaut hat. wirklich erstaunlich fuer die damalige zeit!

danach haben wir in einem kleinen ort namens cardwell an der kueste uebernachtet, wo wir uns mit unseren englischen freunden wieder getroffen haben. gemeinsam haben wir uns dann auf den weg nach townsville (180000 einwohner) gemacht, von wo aus wir einen tagestrip nach magnetic island, welches auch als 'heimliche hauptstadt der koalas' bekannt ist, unternommen haben. nach einem 2-stuendigen ausruhen am strand, haben wir uns aufgerafft um bei gefuehlten 35 grad eine 3-stuendige wanderung quer ueber die insel zu starten. diese hat sich definitiv gelohnt: wir haben 3 koalas gesehen- einer davon war ein handgrosses baby-, sind einsame straende entlanggewandert und haben wunderbare aussichten auf die kueste genossen. einen koala konnten wir sogar beruehren. ein einmaliges erlebnis. ich (anna) hab mich gar nicht mehr eingekriegt und haette den koala am liebsten in meinen rucksack gesteckt!!
abends sind wir mit der faehre wieder zurueck aufs festland gefahren und haben eine weitere nacht in townsville verbracht. am naechsten morgen sind wir nach dem fruehstueck noch in den 'rock pool' gesprungen. ein riesiger oeffentlicher pool direkt am meer und umgeben von barbecueplaetzen (gasgrille mit sitzgelegenheiten, die man kostenlos benutzen kann und bei denen das gas von der jeweiligen stadt zur verfuegung gestellt wird) und palmen.

danach gings weiter nach airlie beach (ca. 5000 einwohner), einer kleinen stadt direkt am meer, mit riesigem hafen. von dieser stadt aus starten die ausfluege auf die whitsundayinseln (fotos folgen demnaechst). auch hier verbringen wir unsere zeit mit dem englischen paerchen und machen gemeinsam den boot-trip zu den whitsundays. da es hier auch eine lagune (grosser oeffentlicher gratis pool) gibt und auch sonst ziemlich schoen ist, haben wir beschlossen einige tage hier zu bleiben. ausserdem haben wir unseren campingplatz direkt im stadtzentrum in einem komplex, zu dem reisebuero, internetcafe, restaurant, riesiges hostel, rieseiges pub gehoeren. von unserem campervan bis zum pub sind es ungefaehr 10m! hier koennen wir es aushalten :)
bis bald!

Freitag, 17. Oktober 2008

Abschied von Port Douglas

neue fotos im album "cooktown und port douglas".

endlich hoert ihr mal wieder von uns. es gab aber in den letzten 2 wochen auch nicht so viel wichtiges und interessantes. deshalb werden heute mal von unserem "alltagsleben" schreiben.

zuerst fangen wir mal mit unseren zahlreichen neuen freunden, bekannten und sonstigen gestalten an, die wir hier kennen gelernt haben. sehr erfreulich war, dass uns anna's cousine andrea hier fuer 2 tage besucht hat. damit haben wir 3 uns heuer in australien oefter gesehen als in deutschland... in cairns haben wir ein englisches paerchen (amanda und daryl) kennengelernt. irgendwie sind wir ziemlich auf einer wellenlaenge und deshalb sind sie eine woche nach uns auf den selben campingplatz gekommen und sind dort 7 tage geblieben. wir hatten viel spass zusammen und werden uns definitiv bald wieder treffen.
ausserdem haben wir auf dem campingplatz noch ein ganze reihe anderer menschen getroffen.
da waere zuerst steve, ein australier der vor ein paar jahren gewaltsam von seinem hausboot vertrieben wurde und dabei fast sein leben verloren haette. er wohnt jetzt mit seinem ganzen hab und gut in einem zelt auf dem campingplatz. giovanni, der eigentlich nicolas heisst (wir nennen ihn aber trotzdem nur giovanni) und urspruenglich aus italien kommt. er arbeitet hier im winter als koch in port douglas und im sommer wohnt er in perth. unser wohl kuriosester bekannter ist tom. ein schweizer, der sich mit einer 2 1/2 monatigen reise durch australien seinen lebenstraum erfuellen wollte. fuer diese reise hat er sich eine urlaubsbegleitung per zeitungsanzeige gesucht und auch gefunden. gemeinsam haben sie sich dann einen camper van gemietet und sind schon 3 tage in australien unterwegs gewesen. am 4. tag hat die reisebegleitung dann irgendwie gemerkt, dass ihr die ganze reise doch nicht so gefaellt und ist mit dem naechstbesten flieger wieder in die schweiz geflogen. alleine!!! einen tag zuvor haben sie noch gemeinsam lebensmittel fuer ca. 80 euro gekauft, die uns tom (stinksauer auf seine begleitung) ueberlassen hat, da er auch bald moeglichst heimfliegen wollte.
wir haben noch viele weitere leute kennengelernt: einige deutsche, hollaender, schotten, englaender, belgierinnen, schwedinnen,.......
genauso haben wir es uns vorgestellt und unser englisch scheint langsam besser zu werden.

noch ein paar infos zum leben hier:
benzin kostet nur ca. die haelfte wie bei uns in deutschland.
lebensmittel sind insgesamt billiger als bei uns. was uns beide besonders schmerzt, ist, dass bier und schokolade teurer ist als zu hause. aber wir kommen trotzdem beide zu unseren genussmomenten ;-)
eine nacht auf dem campingplatz kostet 31 dollar, das sind umgerechnet 15 euro. wobei dieser campingplatz schon zu den teureren gehoert.
zu essen gibt es bei uns zum fruehstueck meistens kaese, wurst, semmeln, joghurt, obst,.... also nichts aussergewoehnliches. untertags gibts eigentlich nur obst und gemuese. abends kochen wir uns dann meistens nudeln, reis oder ruehrei mit gemuese. ab und zu gibt's auch nur ne brotzeit, was die australier gar nicht kennen.
fuer das essen fuer einen kompletten tag muessen wir etwa 6 euro bezahlen (ohne schokolade und bier). eine packung nudeln (500 g) kostet 30 eurocent und ein glas sosse dazu 80 eurocent. 1 kilo reis kostet 90 eurocent.

arbeiten musste ich (anna) ca. 4 mal die woche je 6 stunden. pro stunde habe ich 15 dollar (knapp 8 euro) verdient. das ist wirklich viel geld, wenn ich denke was man bei uns in deutschland bei einem nebenjob bekommt! die arbeitskollegen waren hauptsaechlich backpackerinnen, die fuer 2 monate in port douglas geblieben sind und hier geld verdienen wollten. ich hatte wirklich glueck fuer so kurze zeit einen job zu kriegen (2 wochen), denn fuer 2 wochen jemanden einzustellen ist schon aussergewoehnlich. so etwas gibt es in deutschland nicht.
das tolle war, dass ich bei meinem job immer eine mittagspause hatte, in der ich mir ein sandwich nach wahl und ein getraenk- smoothie, frisch gepressten saft...- aussuchen durfte. und nach der arbeit durfte ich auch meistens was mitnehmen! das ist wirklich luxus, wenn man sonst immer so billig wie moeglich einzukaufen versucht! das war wie im schlaraffenland :)

bei mir (franz) war es etwas verrueckter in der arbeit. es war nicht nur ein chef schwul (wie im letzten bericht geschrieben), sondern beide und die waren auch noch ein paar. gleich am ersten tag nach etwa 2 stunden arbeit, bot mir einer von beiden an, dass ich gerne auch bei ihnen zu hause arbeiten koennte. sie braeuchten da jemand der sich um den garten und um das haus kuemmert. sie wuerden mich sogar abholen, da sie in sehr ruhiger lage ca. 10 minuten ausserhalb von port douglas leben. da hab ich aber dankend abgelehnt. zum arbeiten habe ich ne kochhose und zwei t-shirts bekommen. beide groesse S und wirklich sehr eng und kurz. sogar die maedchen die im cafe bedienen, haben groessere t-shirts.
die beiden chefs waren uebrigens aus england. hab mir nie traeumen lassen, dass ich mal in einem (maedchen-) shirt fuer 2 schwule englaender arbeiten wuerde!!!
ich habe in 2 wochen 8 tage, je 5 stunden gearbeitet. pro stunde bekomme ich 14.50 dollar. ist ganz i.o. fuer nen tellerwaescher.

das bei der arbeit verdiente geld werden wir uebrigens in einen ganz besonderen trip stecken (haben wir ja schon mal erwaehnt). aber dazu mehr wenn's so weit ist.

am mittwoch haben wir uns noch ein boot zusammen mit 2 belgierinnen und 2 schwedinnen gemietet. damit sind wir ganz ohne fuehrung auf einem kleinen fluss der in port douglas ins meer muendet auf "krokodilsafari" gegangen. mit erfolg! wir konnten wieder 2 "crocs" sehen. schon etwas erschreckend, wenn man denkt der fluss liegt gleich hinter wohnhaeusern.

so schoen wie es in port douglas war, werden wir es trotzdem am montag verlassen. das reisefieber hat uns gepackt und wir wollen unbedingt mehr von australien sehen!!!

see ya!

Sonntag, 5. Oktober 2008

Immer noch in Port Douglas

seid gegruesst!

neue fotos im album cooktown und port douglas!

wie wir bereits geschrieben haben, bleiben wir fuer etwas laenger in port douglas. anna hat ja seit letzter woche dienstag ihren job und ich habe seit heute auch einen!
ich habe einfach in einem cafe, in dem sie vergangenen dienstag zu mir gesagt haben, dass sie wahrsch. ab kommender woche jemand braeuchten, nochmal nachgefragt. und jetzt darf ich mich ab dienstag (auf jeden fall fuer eine woche, evtl. fuer 2) tellerwaescher im cafe eco nennen! mein zukuenftiger chef scheint nicht unbedingt auf frauen zu stehen und hat mir waehrend unserem gespraech auch immer so komisch zugezwinkert, aber ich hoffe er laesst mich in ruhe und bezahlt werde ich fuer meine arbeit auch nicht schlecht...
das verdiente geld werden wir wahrsch. noch in etwas ganz spezielles investieren. genaueres dazu gibt's aber erst, wenn's soweit ist.
die beiden letzten tage waren vom wetter her nicht besonders schoen. immer wieder leichter regen. bei 28 - 30 grad zwar zu verkraften, ist aber halt kein badewetter. deswegen haben wir uns gestern auf den weg zum knapp 40 km entfernten daintree gemacht, wo wir per bootstour den daintree river mitten im regenwald erkundeten. dieser fluss ist aufgrund des einstroemenden meerwassers voll mit salzwasserkrokodilen. waehrend der 1-stuendigen tour haben wir 5 krokodile gesehen, wobei das laengste etwa 3,5 m gemessen hat. ziemlich beeindruckend aus 5 m entfernung. ausserdem sahen wir dort noch zahlreiches anderes viehzeugs, wie bunte riesenschmetterlinge, schlangen, echsen,....
auf dem rueckweg haben wir noch den mossman gorge national park besucht. hier sind wir 2 stunden durch den regenwald gewandert und konnten uns im wasser der regenwaldfluesse etwas abkuehlung verschaffen. die fluesse in denen wir gebadet haben (s. fotos), sind NICHT die, in denen es von krokodilen wimmelt. nur falls sich jemand sorgen machen sollte...

ausserdem fiel gestern mein mehrtagesbart, der ja eigentlich noch zum vollbart werden sollte, der rasierklinge zum opfer. hauptgrund war, dass es zu heiss fuer einen bart ist und anna konnte sich auch nicht so recht mit den haaren im gesicht anfreunden. abends wurden dann auch zum ersten mal noch meine haare von anna geschnitten. hat ganz gut geklappt, nur die nachbarn auf dem campingplatz haben etwas komisch geschaut...

bis zur naechsten nachricht wird's jetzt wohl etwas dauern, da wir ja beide arbeiten und es wohl nicht viel interessantes geben wird in den naechsten tagen.

viele gruesse nach bayern (ehemaliges csu-hoheitsgebiet)

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Cooktown und Port Douglas

hallo zusammen!

es gibt wieder neuigkeiten:
am freitag den 26. september haben wir cairns doch endlich verlassen und haben uns auf den weg ins 350 km entfernte cooktown gemacht. die strecke war ganz interessant. hier hat sich auch anna zum ersten mal hinters steuer gesetzt und hat dann gleich alle geschwindigkeitslimits hier ausgenutzt.
die erste halbe stunde sind wir direkt am meer entlang gefahren. danach sind wir immer weiter ins landesinnere gekommen und schliesslich waren wir so ziemlich im outback. anfangs haben wir noch ein paar haeuser und ab und zu mal gegenverkehr gesehen, aber nach ca. 1 1/2 stunden waren wir ziemlich allein auf der strasse. was wir regelmaessig sehen konnten, waren wildlebende rinder, die direkt am strassenrand gegrast haben. ausserdem konnten wir unsere ersten kaengurus in wildnis sehen... leider waren die aber alle schon tot!
wir sind auf dem weg nach cooktown mit sicherheit an mehr als 50 toten (vermutlich alle ueberfahren) kaengurus vorbeigefahren.
da ausser uns wirklich kaum autos auf dieser strasse fuhren und trotzdem so viele tote kangurus herumlagen, waren wir uns sicher, wir wuerden auch noch lebende ueber die strasse huepfen sehen. aber leider haben wir in den 3 1/2 stunden fahrt nach cooktown kein einziges lebendes kanguru erblickt...
dafuer konnten wir hautnah erleben wie schnell hier die waelder brennen: waehrend der fahrt sahen wir auf einmal direkt am strassenrand wie eine fussballplatz grosse flaeche komplett in flammen stand.
in cooktown angekommen, waren wir uns schnell einig, dass wir hier nur eine nacht bleiben wollen. cooktown hat ca. 2000 einwohner und im umkreis von 200 km wohnen vielleicht nochmal 5000. dementsprechend wenig war dort los. was irgendwie gar nicht zu diesem ruhigen oertchen passt, war dass ich (franz) auf der suche nach nem campingplatz auf ner strasse zwischen cooktown und dem absoluten nichts von der polizei angehalten wurde und nen alkoholtest machen musste!!!! zu dem zeitpunkt war's halb 2 nachmittags!!!
das ist wie wenn man freitag nachmittag um halb 2 zwischen hirschbach und nesslach von der polizei aufgehalten wird und ins roehrchen blasen muss! eigentlich noch aussergewoehnlicher!
als wir in cooktown an den strand wollten, sind wir am stadtrand noch auf unsere ersten LEBENDEN wilden kaengurus gestossen. eigentlich waren es ganz viele und noch ein paar komische voegel liefen herum.
uebernachtet haben wir auf einem campingplatz, wo wir auch zum ersten mal unsere kueche im van benutzt haben.
am naechsten tag ging es von cooktown richtung sueden nach port douglas. das hat ca. 5000 einwohner und nochmal halb so viele touristen sind gerade im ort. es sind gerade schulferien und hier gibt es sehr viele ferienwohnungen.
wir leben hier auf nem campingplatz ziemlich im stadtkern und nur 2 minuten vom "four mile beach" entfernt. dort hat das wasser badewannentemperatur- geschaetzte 28 grad! kochen koennen wir jeden abend in der campingplatzkueche und sogar nen pool gibt es auf dem campingplatz.
es hat uns hier von anfang an sehr gut gefallen und deshalb wollten wir auch laenger bleiben. es hat uns dann eigentlich sogar so gut gefallen, dass wir hier arbeit suchen/gesucht haben.
anna und ich sind am montag mit unseren lebenslaeufen bewaffnet los und haben uns direkt in hotels und restaurants vorgestellt.
anna hat ziemlich schnell ne einladung zum probearbeiten bekommen und hat dann montag abend zum ersten mal bedient. leider war das aber nicht so das wahre. sie hat aber gleich am naechsten tag ne neue stelle gefunden. dort kann sie in den naechsten 2 wochen ca. 8 tage arbeiten und verdient ganz gutes geld als bedienung in nem kleinen imbiss (sandwiches, eis. milchshakes...)
ich war mittlerweile in knapp 20 restaurants, ein paar hotels und nem supermarkt. leider hat's bisher noch nicht mit arbeit geklappt. die meisten wuerden mich anrufen, falls in den naechsten tagen noch jemand benoetigt wird. geht hier angeblich ganz schnell. aber jetzt nur auf nen anruf zu warten ist auch nicht so berauschend. jetzt muss ich halt weitersuchen, ansonsten wird's wohl etwas langweilig, wenn anna arbeitet...